Planung

Wohin damit?   Wie groß darf er sein?   Wie soll er ausschauen?

Standort

Bei der Größe der heute üblichen Baugründe meistens kein Thema.
Wenn Sie zu den Glücklichen gehören, die etwas mehr Platz haben, überlegen Sie folgendes: Möchten sie einen naturnahen Teich, der auch Lebensraum und Rückzugsgebiet für Molche, Frösche und andere Tiere sein soll, legen sie ihn besser etwas abseits an.
Der Familienteich kommt näher zum Haus, so können Sie von der Terrasse direkt in den Teich springen.

Baubewilligung
In Niederösterreich ist bei Teichen bis zu einer Größe von 200m² keine Bauanzeige oder Baubewilligung notwendig, wenn eine natürliche Randgestaltung angelegt wird. Werden Stützmauern errichtet, ist eine Baubewilligung vorgeschrieben.

Der Abstand zur Grundgrenze muss im Allgemeinen drei Meter betragen, bei Bundesstraßen mehr.

Einbauten (Rohre, Kabel, Erdwärme,..)sind zu berücksichtigen.

Der Grundwasserspiegel sollte mehr als zwei Meter unter dem Teichniveau liegen. Ist er höher müssen Sie mit höheren Errichtungskosten des Teiches rechnen. Wenn sie den Grundwasserstand nicht kennen und kein Risiko eingehen möchten ist eine Probebaggerung zu empfehlen.

Es ist von Vorteil wenn der Teich einen Teil des Tages im Schatten liegt. Ist das nicht möglich sind viele Seerosen die Alternative.

Möchten Sie den Teich an einem Hang errichten, ist ein Statiker zu Rate zu ziehen. Manchmal macht es durchaus Sinn, Schwimmzone und Regenerationszone zu trennen, und zwei Becken anzulegen.

Die Zufahrtsmöglichkeit beim Bau entscheidet ebenfalls über die Errichtungskosten.

Größe - Tiefe - Form

Schwimmteich

Die Faustregel, ein Schwimmteich muss mindestens 100 m² groß sein, ist längst überholt. Richtig ist vielmehr: je größer der Teich ist, umso mehr kann er sich selbst helfen, und umso stabiler funktioniert er. Je kleiner der Teich ist umso mehr Engagement der Besitzer ist notwendig, oder umso mehr Technik.

Die Größe des Schwimmbereiches richtet sich also nach Ihren Bedürfnissen. Wenn Sie sich ausschließlich nach der Sauna abkühlen wollen, reicht ein relativ kleiner Teich. Eine Familie mit vier Kindern wird etwas mehr Platz benötigen.

Im Regenerationsbereich wachsen Seerosen, Schwimmblattpflanzen, Unterwasserpflanzen und Röhrichtpflanzen. Die Pflanzen nehmen Nährstoffe direkt aus dem Wasser auf. Dadurch bleibt weniger für Algen über. Weiters entstehen durch die dichte Bepflanzung ruhige Bereiche im Teich, in dem Plankton sedimentieren kann.
Der Regenerationsbereich ist mehr als doppelt so groß wie die Nutzzone. Die Sumpfzone oberhalb der Wasserlinie zählt nicht zum Regenerationsbereich. Regenerationsbereich sind also nur die Unterwasserpflanzen- und Schwimmblattpflanzenzone und die Röhrichtzone. Der Regenerationsbereich muss zur Gänze bepflanzt sein. Der Regenerationsbereich sollte möglichst tief sein. Flache Bereiche erwärmen sich schnell und führen zu vermehrtem Algenwachstum.

Zur Nutzzone zählen der Schwimmbereich, Stehbereiche, Stufen und Einstiege, Abgrenzung, Plantschzone und durch Stege und Sonnendecks überbaute Bereiche.

Wenn sie selber schon im Voraus ein wenig planen und skizzieren möchten, dann rechnen Sie alle Bereiche der Nutzzone plus die Sumpfzone über Wasser zusammen. Der bepflanzte Regenerationsbereich muss mindestens genau so groß sein.

Die Errichtungskosten je m² Teich sind umso geringer, je größer der Teich ist.

Schwimmteiche werden zwei bis zweieinhalb Meter tief ausgehoben. Je tiefer der Teich ist, umso mehr Kaltwasser-Reserven hat er für etwaige Hitzeperioden im August. Bei mehr als drei Meter ist die Reinigung schwieriger und somit mit erhöhten Servicekosten zu rechnen.

Naturpools

können flacher gebaut werden. Hier wird anhand der Beckengröße und Tiefe der Filter berechnet.

Die Form eines Teiches / Pools richtet sich nach dem Platz, der zur Verfügung steht, den Geländegegebenheiten, der gewünschten Größe, der Bauweise, dem Stil in dem Haus und Garten errichtet sind, dem Budget, das zur Verfügung steht, …

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